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Schweden

Dieser Text beschreibt Schweden.


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Schweden Artikel

Schweden Beschreibung Schweden Beschreibung
(Details) (Details )
Amtssprache Schwedisch
35ae5fd7d76d7f5ce80f5d5e1a024 Tausend Stockholm
König Carl XVI Gustaf
Premierminister Göran Persson
Fläche 450 Tausend km²
Einwohnerzahl 9. Tausend Tausend (Stand: 12.08 2004)
Bevölkerungsdichte 20 Einwohner pro km²
Gründung
Währung Schwedische Krone
Zeitzone UTC+1
Nationalhymne Du gamla, Du fria
Kfz-Kennzeichen S
Internet-TLD .se
Vorwahl +46
Schweden Beschreibung
Schweden Beschreibung


Das Königreich Schweden (schwedisch: Kungariket Sverige) ist eine parlamentarische Monarchie in Nordeuropa. Das Staatsgebiet schließt - neben dem östlichen Teil der skandinavischen Halbinsel - die Inseln Gotland und Öland mit ein. Schweden ist Mitglied der EU und des Nordischen Rats.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das Bernstein-Teleskop. His Dark Materials 03 Schwächer als Teil eins, stärker als Teil zwei Der letzte Teil der "His Dark Materials" Trilogie von Philip Pullman schließt, wie schon der zweite Teil, direkt an das zweite Buch an. Hoffentlich werden sie sie nicht finden. Sie und ihre Tochter. Obwohl sie exakt weiß, dass es ca. eine Frage der Zeit ist. Natürlich werden sie sie finden. ...

Politik

Schweden ist eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Staatsoberhaupt ist seit 1973 König Carl XVI Gustav. Das Einkammern-Parlament, der Reichstag (schwed.: Riksdag) hat 349 Abgeordnete und wird alle vier Jahre neu gewählt. Die sieben in dem Reichstag vertretenen Parteien sind die konservative Moderate Sammlungspartei (Moderata samlingspartiet, m), die Liberale Partei (Folkpartiet liberalerna, fp), die Zentrumspartei (Centerpartiet, c), die Christdemokraten (Kristdemokraterna, kd), die Grünen (Miljöpartiet de gröna, mp), die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (Socialdemokratiska arbetarpartiet, s) und die Linkspartei (Vänsterpartiet, v). Der Reichstag erbezeichnet den Premierminister (statsminister), der seinerseits die weiteren Minister (schwed.: statsråd) seiner Regierung erbezeichnet. Zur Zeit wird Schweden von einer sozialdemokratischen Minderheitenregierung mit Unterstützung der Grünen und der Linkspartei regiert.

Das Königreich ist in 21 Provinzen (schwed.: län) gegliedert. Die regionalen Verwaltungsaufgaben werden von einem Regierungspräsidenten (schwed.: landshövding) und einer Provinzialregierung (schwed.: länsstyrelse) wahrgenommen. Darüber hinaus gibt es einen gewählten Provinziallandtag (schwed. landsting), der vor allem für das Gesundheitswesen und die Krankenpflege, den Regionalverkehr und die Verkehrsplanung sowie für weitere Bereiche zuständig ist.

Die Verwaltung der 281 Gemeinden, die in Ausdehnung und Zusammensetzung eher deutschen Landkreisen entsprechen, wird auf lokaler Ebene wahrgenommen. Zu den Aufgaben gehören u. a. das Schulwesen, soziale Dienstleistungen, Kinder- und Altenbetreuung sowie die kommunale Infrastruktur.

Die Provinzen und die Gemeinden finanzieren ihre Tätigkeit durch die Erhebung von Einkommenssteuern, mit Abgaben und staatlichen Zuschüssen.

In Schweden gilt das Öffentlichkeitsprinzip, das heißt dass behördliche Schriftstücke mit kleinen Ausnahmen der Presse und allen Privatpersonen zugänglich sind. Niemand muss angeben, warum er ein Schriftstsück einsehen möchte, noch muss man sich ausweisen.

Eine weitere skandinavische Besonderheit ist das System der Ombudsmänner (schwed.: ombudsman). Sie sollen die Rechte des Einzelnen beim Kontakt mit den Behörden schützen und die Befolgung wichtiger Gesetze sicherstellen. Bürger, die meinen, ungerecht behandelt worden zu sein, können sich an die Ombudsmänner wenden, die den Fall behandeln und eventuell als Sonderankläger vor Gericht bringen. Gleichzeitig sollen sie in Zusammenarbeit mit den Behörden die Lage in ihren jeweiligen Bereichen erfassen, Aufklärungsarbeit betreiben und Vorschläge für Gesetzesänderungen machen. Neben den Justizombudsmännern gibt es einen Verbraucherombudsmann, einen Kinderombudsmann, einen Gleichberechtigungsombudsmann sowie Ombudsmänner gegen ethnische Diskriminierung und gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Veranlagung.

Schweden galt lange Zeit als sozialdemokratisches Musterland; es wurde von vielen europäischen Linken als gelungenes Beispiel für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft gesehen.

Am 14.09 2003 wurde in Schweden über die Einführung des Euro als Landeswährung abgestimmt. Die Einführung war in dem Vorfeld kontrovers diskutiert worden, und letztlich setzten sich die Euro-Skeptiker durch (Wahlbeteiligung: 81,2%, Wahlausgang: 56,1 Prozent dagegen, 41,8 Prozent dafür, 2,1 Prozent Enthaltungen, 0,1 Prozent ungültig). Die Skeptiker sahen in der Euro-Einführung eine Bevormundung der schwedischen Währungspolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Vor 2013 soll es nach der Ankündigung der schwedischen Regierung keinen weiteren Volksentscheid zur Einführung des Euro geben. Die Abstimmung wurde durch die Ermordung der schwedischen Außenministerin Anna Lindh schwer überschattet.

Buch-Tipp: Das Magische Messer. His Dark Materials 02 Auf in neue Welten Der zweite Teil der Trilogie "His Dark Materials" von Philip Pullman schließt direkt an den ersten Teil an. "Komm weiter, bitte . . . . " sagte Will zu seiner Mutter. Und hoffte das niemand Sie bei Mrs. Cooper finden würde. Hoffentlich war weningstens seine Mutter so in Sicherheit. Aber hatte er auch nicht viele Möglichkeiten....

Bevölkerung

12 % der Bevölkerung sind Einwanderer: bis 1973 überwiegend aus Finnland, danach hauptsächlich Flüchtlinge aus Süd-Amerika, dem Balkan und der Levante. In dem Gesundheitssektor sind viele polnische Gastarbeiter beschäftigt.

Buch-Tipp: Der Goldene Kompass, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop. Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber schöne Fantasy! Ich habe die Trilogie gern gelesen. Vergleiche mit dem Herrn der Ringe, die ich hie und da hörte, fand ich allerdings gänzlich unangemessen. Die Ideen mit den verschiedenen Parallelwelten, auch mit den Durchgängen zwischen den Welten und der am Schluß erfolgenden Erklärung, warum das Wechseln zwischen den Welten (heute) nur...

Sprache

Die Umgangssprache ist fast überall Schwedisch. Schwedisch ist eine germanische Sprache, stark geprägt von Plattdeutsch. Dänisch und Norwegisch wird fast überall verstanden, da diese dem Schwedischen sehr ähnlich sind. In einigen Gebieten sind Finnisch und Samisch verbreitet. In Schweden haben Finnisch, Meänkieli , Jiddisch, Romani und Samisch den Status anerkannter Minoritätensprachen. Fast 80 Prozent der schwedischen Bevölkerung spricht Englisch als Fremdsprache, da Englisch zu dem einen die erste Fremdsprache an den Schulen darstellt und zu dem anderen in dem Fernsehen sehr stark vertreten ist. Als zweite Fremdsprache wählt die Majorität der Schüler Deutsch und als dritte zu 24 Prozent Französisch. Allerdings war Deutsch bis etwa 1950 die erste Fremdsprache in Schweden, wie auch in dem restlichen Skandinavien. Ältere Menschen sprechen häufig Deutsch, aber nicht Englisch. Deutsch ist obligatorisch für viele Universitätsstudien (wie Rechtswissenschaften).

Buch-Tipp: Der Wald (Wieso? Weshalb? Warum? junior) Ein informatives Kinderbuch aus einer sehr lehrreichen und empfehlenswerten Reihe für Kindergartenkinder Der Wald ist seit ewigen Zeiten für Kinder von großem Interesse. Viele Märchen spielen in dem Wald und fesseln mit seiner dunklen Unheimlichkeit die Aufmerksamkeit der Kinder beim Vorlesen. In früheren Zeiten war der an das Dorf und den Lebensraum...

Religion

75 Prozent der schwedischen Bevölkerung gehören der Schwedischen Kirche an, die von 1527 bis 1999 Staatskirche war. Die zweitgrößte Gruppe, die der Moslems, lässt sich zahlenmäßig ca. schwer einschätzen. Ihre Mitgliederzahl liegt bei ungefähr 250.000. Die römisch-katholische Kirche hat 150 Tausend Mitglieder und christlich-orthodoxe Kirchen etwa 100.000. Daneben gibt es in Schweden etwa 23 Tausend Zeugen Jehovas. Etwa 10 Tausend Menschen gehören zu einer mosaischen Gemeinde.

Buch-Tipp: Der Zahlenteufel. Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor Mathematik haben. Lustig und lehrhaft !!! Dieses Buch habe ich in der 5. Klasse gelesen und war total begeistert. Der Zahlen Teufel ist eine lustige Figur die einem kleinen Jungen namens Robert die spannende Welt der Mathematik bekannt macht. Das Buch hat zu jeder Rechnung ein Bild die alle sehr schön gestaltet sind. Es ist lustig, spannend und zeigt die Mathematik...

Geographie

Schweden Beschreibung
Schweden Beschreibung
Schwedisches Holzhaus

Schweden grenzt an das Kattegatt, die Staaten Norwegen und Finnland, sowie die Ostsee. Zu Schweden gehören zwei große Inseln in der Ostsee: Gotland (ca. 3 Tausend km²) und Öland (ca. 1.300 km²). Die längste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 1.572 km, von Osten nach Westen 499 km.

Über das Land verteilt gibt es zahlreiche Nationalparks.

Buch-Tipp: Der kleine Klo-König Ein niedliches Buch zu dem "Trocken werden" Wir haben das Büchlein für unsere Tochter gekauft zur Übung "kannst auch du eine Klo-Königin werden?" :-) Also wir finden es ist ein Versuch wert ihr es stets wieder vorzulesen. . . Das Buch ist niedlich geschrieben und es hat tolle Pappseiten, damit die Kinder die Seiten nicht kaputt reissen können. ...

Regionale Einteilung

Traditionell wird Schweden in die drei Regionen (schwed.: landsdelar) Götaland, Svealand und Norrland eingeteilt. Die vierte historische Region Schwedens war bis 1809 Österland, das heutige Finnland. Bis zur von Axel Oxenstierna 1634 durchgeführten Verwaltungsreform waren die Regionen zusätzlich in folgende 25 Landschaften (landskap) gegliedert:



Die 21 offiziellen Verwaltungseinheiten, Län genannt, die mit den Landschaften nicht deckungsgleich sind, heißen:



Die größte Stadt ist die Hauptstadt Stockholm. Andere wichtige Städte sind Göteborg, Malmö, Uppsala, Linköping, Västerås, Örebro, Norrköping, Helsingborg, Lund, Umeå, Jönköping, Karlskrona und Kristianstad.

Grob lässt sich Schweden in den stärker entwickelten und besiedelten Süden und den sehr schwach besiedelten Norden einteilen. Der Norden beginnt nördlich der Städte Borlänge , Falun und Gävle etwa auf einer Linie Söderhamn -Mora. Um 1900 wurde begonnen den Norden zu erschließen. Zwischen 1907 und 1937 wurde die Inlandsbahn zwischen Kristinehamn und Gällivare gebaut, um diese Erschließung voranzutreiben.

Buch-Tipp: Die Brüder Löwenherz. Jubiläumsedition JA!! Eines der allerschönsten Bücher von Astrid Lindgren (und überhaupt!!)!!.

Topographie

Süd- und Mittelschweden (Götaland und Svealand), das ca. zwei Fünftel von Schweden umfasst, ist von Süden nach Norden in drei Großlandschaften geteilt, Nordschweden, das die restlichen drei Fünftel umfasst, ist von Westen nach Osten in drei Landschaften geteilt.

Der südlichste Teil, die historische Provinz Schonen, ist eine Fortsetzung der Tiefebene Nordeutschlands und Dänemarks. In Schonen liegt auch der tiefste Punkt Schwedens (ausgenommen Seen u. ä.) mit 2,4 Metern unter Meereshöhe. Nördlich davon erstreckt sich das Südschwedische Hochland, eine Hochebene umgeben von einer Hügellandschaft, mit einer großen Anzahl von langgestreckten Seen, die durch eiszeitliche Erosion entstanden sind. Die dritte Großlandschaft ist die Mittelschwedische Senke, eine flache, jedoch zerklüftete Landschaft mit großen Ebenen, Horsten, Tafelbergen, Fjorden und einer Reihe von Seen (darunter die vier größten Seen Schwedens Vänern, Vättern, Mälaren und Hjälmaren ).

Der Westen Nordschwedens ist durch das Skandinavische Gebirge geprägt, das die Grenze zu Norwegen bildet. Die Gebirgskette weist Höhen zwischen 1 Tausend und 2 Tausend Metern über dem Meeresspiegel auf. In dem Skandinavischen Gebirge liegt auch Schwedens höchster Berg, der Kebnekaise (2.111 m). Nach Osten hin schließt das Vorland an, Schwedens ausgedehnteste Großlandschaft. Entlang des Gebirges erstrecken sich große Hochlandsebenen auf einer Höhe von 600-700 Metern über dem Meeresspiegel, die in ein welliges Hügelland übergehen, das nach Osten abfällt. In dieser Landschaft befinden sich auch die großen Erzvorkommen (Eisen, Kupfer, Zink, Blei) Schwedens. Die großen Flüsse Schwedens, die ihren Ursprung in dem Skandinavischen Gebirge haben, fließen beinahe parallel in tiefen Talgängen in Richtung Ostsee. Entlang der Ostseeküste erstreckt sich die ebene Küstenlandschaft, die zwischen Härnösand und Örnsköldsvik von einem bis an die Ostseeküste reichenden Ausläufer des Vorlandes (Höga kusten, Nationalpark) unterbrochen wird.

Die skandinavische Halbinsel war während der letzten Eiszeit von Eis bedeckt. Der Druck und die Bewegung der Eismassen hat die Landschaft in vielen Teilen wesentlich mitgestaltet. Ein auch heute noch wichtiger Faktor ist die Landhebung. Das Abschmelzen der Eismassen, die die Erdkruste niedergedrückt hatten, hat seit der letzten Eiszeit (ungefähr 10 Tausend v. Chr.) zu einer Landhebung von 800 m geführt. Heutzutage beträgt die Landhebung 10-11 mm jährlich.

Die längsten Flüsse Schwedens sind Klarälven, Torneälv, Dalälven , Umeälv und Ångermanälven .

Die größten Seen sind Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren .

Buch-Tipp: Die Farben (Wieso? Weshalb? Warum? junior ab 2 Jahren) eher erst ab drei Eins der schönsten Bücher dieser Reihe, allerdings eher für drei- als für zweijährige geeignet. Z. B. wird die Welt auf der ersten Seite in grau dargestellt (natürlich zu dem Umklappen, um alles in Farbe zu sehen) und nebenbei erwähnt, welche Tiere die Welt tatsächlich in Schwarz-Weiss sehen. Verwendungen, Vorkommen, Symbolische...

Klima

Schweden Beschreibung
Schweden Beschreibung
Schweden in dem Winter


Schweden Beschreibung
Schweden Beschreibung
Klima in Luleå
Schweden Beschreibung
Schweden Beschreibung
Klima in Stockholm


Schwedens Klima ist für seine geographische Lage ziemlich mild. Es wird vor allem durch die Nähe zu dem Atlantik mit dem warmen Golfstrom bestimmt. Große Teile Schwedens haben daher ein temperiertes, feuchtes Klima mit reichlichem Niederschlag und relativ kleinen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter. Kontinental beeinflusstes Klima mit kleineren Niederschlägen und höheren Temperaturunterschieden findet man in dem Inneren des Südschwedischen Hochlandes und in einigen Teilen des Vorlandes des Skandinavischen Gebirges. Polares Klima kommt ca. in dem nördlichen Hochgebirge vor. Die Durchschnittstemperatur für den Januar beträgt 0 °C bis -2 °C in dem Süden und -12 °C bis -14 °C in dem Norden (ausgenommen das Hochgebirge), die Durchschnittstemperatur für den Juli beträgt 16 °C bis 18°C in dem Süden und 12 °C bis 14 °C in dem Norden.

Da sich Schweden zwischen dem 55. und 69. Breitengrad erstreckt und ein Teil nördlich des Polarkreises liegt, ist der Unterschied zwischen dem langen Tageslicht in dem Sommer und der langen Dunkelheit in dem Winter beträchtlich.

Buch-Tipp: Die Jahreszeiten (Wieso? Weshalb? Warum? junior) Viele versteckte Bilder unter Klappen Das schönste an diesem Buch finde ich wirklich die vielseitige Gestaltung, auf jeder Seite kann das Kind unter Klappen neue Bilder finden. Am Ende des Buches findet sich ein "Jahreszeitenrad". Die Bilder sind schön gezeichnet, die Jahreszeiten werden gut dargestellt. Die Texte allerdings sind meiner Meinung...

Soziales Leben

�Das schwedische Modell�, ein Begriff vor allem der 1970er Jahre, bezieht sich auf den Wohlfahrtsstaat, ein umfassendes System sozialer Sicherheit und sozialer Fürsorge, das das Ergebnis einer einhundertjährigen Entwicklung ist. Zwischen 1890 und 1930 wurden teilweise die Grundlagen für ein Sozialsystem geschaffen, aber erst ab den 1930er Jahren – insbesondere nach der Machtübernahme der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei 1932 - wurde der Aufbau des Wohlfahrtsstaates als politisches Projekt vorangetrieben. Eine schwere Wirtschaftskrise am Beginn der 1990er Jahre führte zu einer Kürzung von Sozialleistungen, und die erwartete demographische Entwicklung führte zu einem radikalen Umbau des Rentensystems, das nun an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt ist.

Buch-Tipp: Die Welle. Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging. Pflichtlektüre! ich finde, dieses buch sollte in den schulen zur pflichtlektüre werden. ich habe es in einem durch gelesen.

Elternversicherung und Kinderversorgung

Ein Teil der Familienpolitik ist die Elternversicherung, die Verdienstausfälle der Eltern während der Pflege von Kleinkindern abdeckt. Sie umfasst etwas mehr als ein Jahr, wovon zwei Monate an den Vater und zwei Monate an die Mutter gebunden sind.

Ab dem zweiten Lebensjahr des Kindes haben die Familien Anspruch auf öffentliche Kinderbetreuung, die auf die Bedürfnisse (Arbeitszeiten) der Eltern abgestimmt ist. Der frühere Kindergarten wurde 1998 durch die Vorschule für 1-5jährige abgelöst (mit eigenem Lehrplan und unter Aufsicht des Zentralamtes für Schulwesen), die neben der Kinderbetreuung auch einen pädagogischen Auftrag hat. Daneben gibt es auch Kindertagesstätten, in die 13 Prozent der betreuten Kinder gehen. 42 Prozent der einjährigen Kinder und 78 Prozent der zweijährigen Kinder besuchten in dem Jahr 2 Tausend Kinderbetreuungsstätten. Für Kinder in der Vorschulklasse und in der Grundschule gibt es Freizeitheime, die in dem Jahr 2 Tausend von 66 Prozent der Kinder zwischen 6 und 9 Jahren besucht wurden. Die Betreuungseinrichtungen sind gebührenpflichtig, wobei sich die Gebühren nachdem Einkommen der Eltern richten.

Eine weitere familienpolitische Leistung ist das allgemeine Kindergeld für jedes Kind bis zu dem vollendeten 16. Lebensjahr. Kinderreiche Familien (mit mehr als drei Kindern) erhalten eine zusätzliche Unterstützung.

Buch-Tipp: Die schönsten Geschichten vom Hasenfranz Super schönes Buch Diese Buch gehört zu den Lieblingsbüchern meiner beiden Kinder. Obwohl meine Tochter schon 8 Jahren alt ist, liest sie es jetzt wieder (zum 1. Mal selbst). Das Buch ist sehr liebevoll geschrieben und illustriert. Einfach ein muß in der Osterzeit.

Arbeit und Arbeitslosigkeit

Schweden hat einen vergleichsweise hohen Erwerbsgrad . Beinahe 50 Prozent der Gesamtbevölkerung und 78  Prozent der Einwohner zwischen 16 und 65 Jahren sind erwerbstätig. 48  Prozent aller Erwerbstätigen sind Frauen. Das Arbeitsverhältnins für Arbeitnehmer ist durch Gesetze und Tarifverträge geregelt. Gesetzlich geregelt sind beispielsweise die normale Wochenarbeitszeit (40 Stunden), Mindesturlaub (5 Wochen), Kündigungsschutz, Mitbestimmung am Arbeitsplatz (im Gegensatz zu Deutschland gebunden an Gewerkschaften) und Gleichberechtigung, während Einkommen (kein gesetzlicher Mindestlohn!) und andere Arbeitsbedigungen durch Tarifverträge geregelt werden.

Sozialpartner sind auf der Arbeitgeberseite der Verband schwedischer Unternehmen (Förbundet Svenskt Näringsliv) mit 48 Tausend Mitgliedsunternehmern, das Zentralamt für Arbeitgeberfragen (Arbetsgivarverket) für den staatlichen Bereich, der schwedische Gemeindeverband (Svenska kommunförbundet) und der Provinziallandtagsverbund (Landstingsförbundet) för Gemeinden und Provinzen als Arbeitgeber. Auf der Arbeitnehmerseite stehen ihnen die Gewerkschaften gegenüber, wovon der schwedische Gewerkschaftsbund LO (Landsorganisationen) mit etwas mehr als 2 Millionen Mitgliedern die größte ist. Weitere Dachverbände sind die Zentralorganisation der Angestellten TCO mit 1,25 Millionen Mitgliedern und die Zentralorganisation Schwedischer Akademiker SACO mit etwa einer halben Million Mitgliedern. Der gewerkschaftliche Organisationsgrad liegt bei ungefähr 80  Prozent der Arbeitnehmer. Sowohl der Verband schwedischer Unternehmen wie auch die gewerkschaftlichen Dachverbände sind in branchenmässige Einzelorganisationen gegliedert.

Als ein wichtiger Anreiz zur Mitgliedschaft bei einer Gewerkschaft ist die Arbeitslosenversicherung gedacht, die nicht zu dem staatlichen Pflichtversicherungssystem gehört, sondern freiwillig ist, und von Mitgliedskassen, in der Regel geleitet von den Gewerkschaften, verwaltet wird. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft führt zur Mitgliedschaft in einer Arbeitslosenkasse. 90  Prozent der Arbeitnehmer sind in einer freiwilligen Arbeitslosenkasse versichert. Wer nicht Mitglied ist, hat bei Arbeitslosigkeit Anspruch auf einen Arbeistlosenbeitrag, der in der Höhe ungefähr der Sozialhilfe entspricht.

Die Arbeitslosigkeit liegt in Schweden bei 4,5 %, weitere 3-4  Prozent sind in staatlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beschäftigt.

Gleichberechtigung

In Schweden wird seit den 1970er Jahren eine aktive Gleichstellungspolitik betrieben, die ihren Ausdruck in einer Reihe von staatlichen Institutionen und Gesetzen fand. Kernstück der schwedischen Gleichstellungspolitik ist die Fähigkeit jedes Einzelnen, durch Erwerbstätigkeit finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Ebenso wichtig sind Maßnahmen, die es Frauen und Männern ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Am stärksten durchgesetzt hat sich die Gleichstellungspolitik in dem öffentlichen Sektor und in der Politik. 45  Prozent der Abgeordneten in dem Reichstag sind Frauen, dasselbe gilt für die Regierung. Ähnlich ist die Situation in den Gemeinden (41  Prozent Frauen) und Provinziallandtagen (49  Prozent Frauen). Auch in den Verwaltungsräten öffentlicher Behörden liegt der Frauenanteil bei 47 %. Doch sind die Spitzenpositionen mehrheitlich von Männern besetzt. Dies gilt in noch höherem Grade für den privaten Sektor, wo der Anteil von Frauen in leitenden Positionen und Vorständen unter 10  Prozent liegt.

Der Anteil erwerbstätiger Frauen zwischen 20 und 64 Jahren liegt mit 76  Prozent deutlich über dem europäischen Schnitt und ist beinahe gleich hoch wie der der Männer (81 %). Dennoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Zu dem einen sind Frauen meist in einem begrenzten Sektor des Arbeitsmarktes und in weniger gut bezahlten Berufen zu finden, zu dem anderen sind ein Viertel der erwerbstätigen Frauen teilzeitbeschäftigt (aber ca. 7  Prozent der Männer). Gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, dennoch ist das Einkommen von Frauen in Schweden kleiner als das von Männern, wenn auch die Einkommensunterschiede wesentlich kleiner ausfallen, als in den meisten anderen europäischen Ländern. Einer von der Regierung in Auftrag gegebenen Behandlung nach beträgt die geschlechtsspezifische Lohndifferenz zwischen 1  Prozent und 8 %.

Ein wichtiger Aspekt der Gleichstellungspolitik ist die Familienpolitik. Gesetzgebung (Eherecht, Scheidungsrecht usw.) und das Sozialversicherungssystem sind die wichtigsten politischen Instrumente zur Gleichstellung in dem Familienleben. Dennoch wird auch in Schweden ein Großteil der Hausarbeit von den Frauen erledigt und auch die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung liegt bei den Frauen. Ein gut ausgebautes Kinderbetreuungssystem erleichtert es aber Frauen, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Gesundheitswesen und Krankenversicherung

Alle Einwohner in Schweden haben Anspruch auf medizinische Versorgung und Krankenpflege. Für Gesundheitswesen und Krankenversorgung sind die Provinziallandtage zuständig, und sie wird mit direkten Einkommensteuern finanziert. Zudem werden Patientengebühren bei einem Arztbesuch erhoben und die Medikamente müssen bis zu einem Höchstbetrag selbst bezahlt werden.

Darüberhinaus haben alle Erwerbstätigen in dem Rahmen der Krankenversicherung Anspruch auf Krankengeld als Ersatz für den Verdienstausfall, das 80 Prozent des Gehalts bis zu einer jährlich festgelegten Obergrenze beträgt.

Rentenversicherung und Altersfürsorge

Schweden hatte früh aufgrund niedriger Geburtsraten einen höheren Anteil älterer Bevölkerung. Der Anteil der Altersrentner liegt heute bei 20%.

Aufgrund der demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung wurde in Schweden 1999 ein neues Rentensystem eingeführt, das auf dem Lebenseinkommen basiert und an die volkswirtschaftliche und demographische Entwicklung geknüpft ist. Das System wird durch eine Garantierente für Personen ohne Einkommen aus Erwerbstätigkeit ergänzt. Eine zukünftige staatliche Pension liegt bei etwa 50 Prozent des Gehaltes/Lohnes, bei höheren Einkommen deutlich darunter und wird durch Betriebspensionen und Zusatzpensionen ergänzt.

Die Altersfürsorge fällt in Schweden in die Zuständigkeit des öffentlichen Bereichs. Es gibt schon seit den 1950er Jahren keine Unterhaltspflicht der Kinder gegenüber den Eltern. Provinziallandtage und Gemeinden sind verantwortlich für die Altenfürsorge. Häusliche Altenpflege und verschiedene Arten von institutioneller Pflege (Seniorenwohnungen , Seniorenresidenzen, Altenheime und Pflegeheime) werden von ihnen betrieben. Diese Leistungen werden zu dem größten Teil durch die Einkommensteuern, die von den Gemeinden und Provinziallandtagen erhoben werden, und durch staatliche Zuschüsse finanziert.

Ausbildung und Forschung

Das schwedische Bildungssystem umfasst vier Teilbereiche: Vorschule, Schule, Hochschulen und Universitäten sowie Erwachsenenbildung. Die Schulpflicht beträgt neun Jahre (7. bis 16. Lebensjahr).

Vorschule

Die Vorschule ist eine einjährige freiwillige Schulform für Sechsjährige, die aber unter der Aufsicht des Zentralamtes für Schule und Erwachsenenbildung (skolverket) steht, und für die es einen Lehrplan gibt. Die Gemeinden, die übrigens Schulträger sind, sind verpflichtet, Vorschulklassen einzurichten

Schule

Die Schule besteht aus der neunjährigen, obligatorischen Grundschule und dem dreijährigen Gymnasium. Schulträger ist die Gemeinde, die selbst bestimmt, wie die Schule organisiert wird. Die Schulen sind gebührenfrei, auch die Lernmittel für die Schüler sind kostenlos. In der Grundschule sind ebenfalls die Schulmahlzeiten und die Schultransporte gratis, in den meisten Gemeinden gilt das auch für die Gymnasialschule.

Die neunjährige Grundschule soll eine gleichwertige Ausbildung in dem ganzen Land bieten. In den ersten Schuljahren (in einem Drittel der Gemeinden schon in dem ersten Schuljahr) wird mit dem Englischunterricht begonnen. Eine weitere Fremdsprache (Deutsch, Französisch oder Spanisch) wird später angeboten. Zentral ausgearbeitete Prüfungen in den Basisfächern sind in dem neunten Schuljahr obligatorisch. Noten werden erst ab dem achten Schuljahr nach einer dreigradigen Skala (Genügend, Gut und Sehr gut) gegeben. Schüler, die in einem Fach kein Genügend erreichen, werden in diesem Fach nicht benotet. Am Ende der Grundschule gibt es ein Abgangszeugnis, das der Bewerbung um einen Gymnasialplatz zugrundeliegt.

Etwa 98 Prozent der Schüler wechseln nach der Grundschule auf ein Gymnasium über. Die Gymnasien bieten 18 Ausbildungsprogramme an, wovon 14 berufsbezogen sind und beispielsweise Berufsausbildungen zu dem Mechaniker, Kellner, Installateur usw. umfassen. Drei Programme sind in erster Linie studienvorbereitend.

Hochschulen und Universitäten

Etwa 30 Prozent eines Jahrganges beginnt innerhalb von fünf Jahren nachdem Abschluss des Gymnasiums ein Studium. Zur Zulassung zu einem Studium muss die allgemeine Studienberechtigung, die einheitlich ist, nachgewiesen werden, aber auch die darüber hinaus gehenden besonderen Qualifikationen, die für einzelne Studiengänge und Kurse von den Hochschulen und Universitäten festgelegt werden. Die Anzahl der Studienplätze für Studiengänge und Kurse ist begrenzt, und ist die Zahl der Bewerber höher, wird ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Die gesamte Hochschulausbildung wird in Form von Kursen durchgeführt. Die Kurse können von den Studierenden zu Studiengängen zusammengestellt werden, die zu einem akademischen Examen führen. Vorschläge für solche Studiengänge können von den Hochschulen und Universitäten in Form von Programmen gegeben werden. Abgesehen von Berufsexamen (beispielsweise Lehrerexamen) gibt es fünf akademische Examen: Diplom (högskoleexamen) nach einem zweijährigen Studium, Bachelor (kandidatexamen) nach einem dreijährigen Studium mit gewissen spezifischen Anforderungen, Magister (magisterexamen) nach einem vierjährigen Studium mit gewissen spezifischen Anforderungen, Lizentiat (licentiatsexamen) nach einer kürzeren Forscherausbildung von zwei bis zweieinhalb Jahren inklusive einer Lizentiatsabhandlung und das Doktorat (doktorsexamen) nach einer vierjährigen Forscherausbildung inklusive einer Dissertation.

Der Umfang eines Kurses oder Studienganges wird mit Hilfe eines Punktesystems gemessen, wobei 40 Punkte einem Studienjahr (= 40 Studienwochen) entsprechen, das in zwei Semester eingeteilt ist. Unterrichts- und Prüfungsformen werden von den Hochschulen festgelegt. Zensuren werden in dem Allgemeinen nach einer dreigradigen Skala (Nicht bestanden, Bestanden, Mit Gut bestanden) vergeben.

Alle Studierenden können – unabhängig vom Einkommen der Eltern – Studiengeld beantragen. Das Studiengeld besteht aus einer Studienbeihilfe (etwa 35 %) und einem Studiendarlehen (etwa 65%) und wird für maximal 240 Studienwochen gewährt. Doktoranden sind meistens angestellt und deren Lohn wird mit Forschungsmitteln finanziert.

Erwachsenenbildung

Für Erwachsene, die keinen vollständigen Grundschulabschluss oder Gymnasialabschluss erworben haben oder ihr gymnasiales Abschlusszeugnis mit Kursen, die Voraussetzung für bestimmte Studien sind, ergänzen wollen, gibt es die Einrichtungen der kommunalen Erwachsenenbildung (Komvux), die dem öffentlichen Schulsystem angehören. Darüberhinaus gibt es Volkshochschulen und Volksbildungsorganisationen, die Kurse und Studienzirkel anbieten.

Forschung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung machen in Schweden 3,8 Prozent des BSP (1999) aus. 75 Prozent der Ausgaben wurden von der Wirtschaft bestritten und 22 Prozent von den Hochschulen. Die öffentlich finanzierte Forschung erfolgt also überwiegend an den Universitäten und Hochschulen, wovon etwa eine Hälfte durch direkte staatliche Zuschüsse finanziert wird und die andere Hälfte durch Drittmittelfinanzierung. Die Forschung und Entwicklung, die von der Wirtschaft betrieben wird, erfolgt zu dem größten Teil in der Transport-, Elektrotechnik- und pharmazeutischen Industrie. Eine international sehr bedeutende Forschungseinrichtung ist der Raketenstartplatz nahe Esrange.

Nobelpreis

Im Zusammenhang mit der Forschung können auch die Nobelpreise genannt werden, die jährlich von der Kgl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften für Physik und Chemie, und vom Karolinska Institut für Physiologie oder Medizin vergeben werden.

Wirtschaft

Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Schweden – trotz des Eisenbahnbaues - ein ausgeprägter Agrarstaat, im 90 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebte. Erst in dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts setzte eine umfassende Industrialisierung ein, die bis zur Weltwirtschaftskrise von 1929 die Grundlagen für eine moderne Industriegesellschaft legte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schweden zu einer der führenden Industrienationen der Welt. Die Entwicklung erreichte in der Mitte der 1960er Jahre ihren Höhepunkt, seit den 1970er Jahren geht die Anzahl der Beschäftigten in der Industrie zurück, während der Dienstleistungsbereich wächst. 2002 betrug der Anteil der Landwirtschaft am BIP ca. mehr 2 Prozent und der des sekundären Sektors 28%, während 70 Prozent des BIP durch den tertiären Sektor erwirtschaftet wurden.

Land- und Forstwirtschaft

Die schwedische Landwirtschaft ist durch die geologischen Voraussetzungen und das Klima geprägt. 90 Prozent der Anbaufläche befindet sich in Süd- und Mittelschweden. Angebaut werden vor allem Getreide, Kartoffeln und Ölpflanzen. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Einnahmen (58%) wird aber durch die Tierhaltung erwirtschaftet, hier vor allem die Milchproduktion. Die Landwirtschaftssubventionen der EU belaufen sich auf 24 Prozent der Einnahmen. Drei Viertel der landwirtschaftlichen Betriebe verfügen auch über Wald und verbinden Landwirtschaft mit Forstwirtschaft. Die Forstwirtschaft ist von einiger Bedeutung, da Schweden eines der waldreichsten Länder der Erde ist. 52 Prozent der Staatsfläche sind von Wald bedeckt.

Bergbau und Industrie

Schweden ist reich an Bodenschätzen, die schon ab dem Mittelalter abgebaut wurden. Eisenerz wird – nach der Eisen- und Stahlkrise der 1970er Jahre - ca. noch in Norrland (Kiruna, Gällivare-Malmberget) abgebaut und via Narvik und Luleå exportiert. Kupfer, Blei und Zink übersteigen den Eigenbedarf um das Mehrfache und werden ebenfalls exportiert, während Silber zu 60 Prozent und Gold zu 80 Prozent den Eigenbedarf decken. Größere Erzreserven sind vorhanden, deren Abbau ist aber zur Zeit unwirtschaftlich.

Was die schwedische Industrie auszeichnet, ist der verhältnismäßig hohe Anteil von Großunternehmen. Nach einer Krise am Beginn der 1990er Jahre (mit einem Produktionsrückgang von 10 Prozent innerhalb von zwei Jahren) hat sich die Industrie wieder erholt. Die größten Industriezweige sind der Fahrzeugbau (1996: 13 Prozent der industriellen Wertschöpfung) mit Unternehmen wie Volvo, Scania , Saab-Automobile, Saab AB (Flugzeuge und Raumfahrttechnik) u.a., die Holz- und Papierindustrie (ebenfalls 13 Prozent der industriellen Wertschöpfung) mit vier Großunternehmen, der Maschinenbau (12 Prozent der industriellenWertschöpfung) mit Unternehmen wie Electrolux, SKF, TetraPak, Alfa-Laval und die Elektro- und Elektronikindustrie (10 Prozent der industriellen Wertschöpfung) mit den dominierenden Unternehmen Ericsson und ABB.

Dienstleistungen

Der Dienstleistungsbereich erwirtschaftet heute 70 Prozent des BIP, was sich vor allem darauf zurückkführen lässt, dass der öffentliche Sektor in den letzten Jahrzehnten so stark gewachsen ist. Dennoch steht der private Dienstleistungsbereich für mehr als zwei Drittel der Produktion.

Außenhandel

Schwedens Wirtschaft ist stark vom internationalen Handel abhängig. Die wichtigsten Exportländer sind die Vereinigte Staaten Amerika (11,9 Prozent des Exportes in dem ersten Quartal 2004), Deutschland (10,2%), Norwegen (8,3%) und Großbritannien (7,8%). Die wichtigsten Exportprodukte sind Maschinen (15,5 Prozent des Exportes in dem ersten Quartal 2004), Elektro- und Elektronikprodukte (14,9%) und KFZ und KFZ-Bestandteile (14,4%). Die wichtigsten Importländer sind Deutschland (19 Prozent des Importes in dem ersten Quartal 2004), Dänemark (8,8%) und Großbritannien (8%). Die wichtigsten Importprodukte sind Elektro- und Elektronikprodukte (16,8 Prozent des Importes in dem ersten Quartal 2004), Maschinen (11,4%) und KFZ und KFZ-Bestandteile (11,3%).

Vergleichsmäßig hoch ist der Anteil ausländischer Direktinvestitionen in Schweden. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass die schwedische Wirtschaft von einer kleinen Anzahl international tätiger Konzerne dominiert wird. Etwa 50 Konzerne kommen für zwei Drittel des schwedischen Exportes auf.

Fremdenverkehr

Der Fremdenverkehr trägt mit etwa 3 Prozent (4 Mrd. USD, 2000) zu Schwedens BIP bei. Vier Fünftel der Touristen sind Inländer und ca. ein Fünftel kommt aus dem Ausland. Von den Auslandstouristen kamen 1998 23 Prozent aus Deutschland, 19 Prozent aus Dänemark, 10 Prozent aus Norwegen und je 9 Prozent aus Großbritannien und den Niederlanden.

Geschichte

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